Belgische Küche
Belgien ist ein unterschätztes Feinschmeckerland — pro Einwohner hat Belgien eine der höchsten Dichten an Michelin-Sternen weltweit.
Signature-Gerichte
- Moules-frites — Miesmuscheln (moules marinières, vin blanc, à la crème u.a.) mit Pommes. Saison: September-April
- Carbonnade flamande — flämischer Bier-Rindereintopf, meist mit dunkler Biermarinade
- Waterzooi — Fisch- oder Geflügel-Eintopf mit Gemüse in cremiger Sauce (aus Gent)
- Steak-frites — Steak mit Pommes, oft mit Béarnaise oder Pfeffersauce
- Stoemp — Kartoffelstampf mit Gemüse, Hausmannskost
- Chicon au gratin — Endiviengratin mit Schinken und Käse
- Boulets liégeois — Lütticher Hackbällchen in süßer Sirupsauce
- Americain préparé — rohes, mariniertes Rindfleisch (nicht Tartar, sondern bereits gewürzt)
Süß & Snacks
- Belgische Waffeln — Brüsseler Waffel (groß, rechteckig, Puderzucker) und Lütticher Waffel (kleiner, süßer, mit Perlzucker)
- Pommes frites — belgische Tradition, original in Rindernierenfett frittiert. Standard-Sauce: Mayo
- Pralinen & Schokolade — globaler Gold-Standard
- Speculoos — Gewürzkekse, als Paste auf Brot
Bier
Die „belgische Bierkultur" wurde 2016 als UNESCO-immaterielles Kulturerbe anerkannt. Die sechs Trappistenbrauereien Belgiens (Westvleteren, Chimay, Orval, Rochefort, Westmalle, Achel) sind weltberühmt. Weitere Stile:
- Lambic & Geuze — spontan vergorene Biere (Brüssel und Umgebung)
- Witbier — Weißbier mit Koriander und Orangenschalen (Hoegaarden)
- Dubbel, Tripel, Quadrupel — starke Abteibiere
- Saison — spritzig, ländlich aus Wallonien
