🇮🇸
Planung · Kapitel 3

Budget & Kosten

Reykjavik Reiseführer

Übersicht|
PlanungKapitel 3: Budget & Kosten
Planung · Kapitel 3

Budget & Kosten

Island ist eines der teuersten Reiseländer der Welt — aber mit den richtigen Strategien erlebst du Nordlichter, Geysire und Hotpots, ohne bankrott nach Hause zu fliegen.

Was kostet Reykjavik?

Sprechen wir es direkt aus: Island ist teuer. Die Kombination aus Insellage, kleinem Markt, hohen Löhnen und starker Krone macht fast alles deutlich teurer als in Deutschland. Besonders Restaurants, Alkohol und Unterkünfte schlagen zu Buche. Aber: Die spektakulärsten Naturerlebnisse sind oft kostenlos — Nordlichter, Wasserfälle, Geysire, heiße Quellen in der Wildnis kosten keinen Eintritt.

Typische Preise (Richtwerte 2025/2026)

PostenPreis (€)
Kaffee im Café4–6
Mittagessen (Café/Suppe)15–25
Abendessen im Restaurant35–70
Bier im Restaurant (0,5l)8–12
Hotdog (Pylsur) am Stand4–5
Hostel (Schlafsaal)40–70
Hotel (Mittelklasse, DZ)150–350
Blaue Lagune (Comfort)75–110
Sky Lagoon (Pure Ritual)55–75
Walbeobachtung (3 Std.)80–100
Golden Circle Tour (ganzer Tag)60–90
Mietwagen (pro Tag, Kleinwagen)50–100
Benzin (pro Liter)2,20–2,50
Thermalbad (städtisch)10–15

Budget-Stufen

Backpacker / Budget (80–130€ pro Tag)

Hostels oder Campingplätze (im Sommer), Selbstversorgung im Bónus-Supermarkt (der mit dem Schwein-Logo — Islands günstigster Supermarkt), Hotdogs und Suppe als Restaurantalternative, öffentliche Thermalbäder statt Blaue Lagune, kostenlose Natur-Highlights. Island hat eine gut ausgebaute Camping-Infrastruktur, und im Sommer ist Camping die günstigste Art zu reisen.

Mittelklasse (150–300€ pro Tag)

Gästehaus oder 3-Sterne-Hotel, Mix aus Selbstversorgung und Restaurant, Blaue Lagune oder Sky Lagoon, eine organisierte Tour (Golden Circle, Walbeobachtung) pro Tag, gelegentlich ein Craft Beer am Abend. Die komfortabelste Art, Reykjavik zu erleben, ohne den Geldbeutel zu sehr zu strapazieren.

Komfort / Luxus (350–800€+ pro Tag)

Boutique-Hotels im Zentrum (Canopy by Hilton, Hotel Borg, The Reykjavik Edition), Fine Dining (Grillið, Dill, Íslenski Barinn), Retreat at Blue Lagoon (Premium-Erlebnis ab 250€), private Superjeep-Touren, Helikopterflüge über Vulkane. Island hat ein überraschend gutes Luxus-Segment — die Kombination aus Design-Hotels und wilder Natur ist weltweit einzigartig.

Tipp

Der Reykjavik-Hack: Koche im Hostel oder Apartment selbst (Bónus-Supermarkt!), trinke im Hotel vor (Alkohol aus dem Duty-Free-Shop am Flughafen ist 50% günstiger als in der Stadt) und nutze die städtischen Thermalbäder (10–15€) statt der teuren Touristen-Lagunen. Die Natur — Nordlichter, Wasserfälle, heiße Quellen — kostet keinen Cent.

Spar-Tipps

Island muss nicht unbezahlbar sein. Die besten Strategien:

  • Bónus-Supermarkt: Das gelbe Schwein auf pinkem Hintergrund ist dein bester Freund. Islands günstigster Supermarkt mit erstaunlich guter Auswahl. Skógarhlíð-Filiale im Zentrum.
  • Duty-Free am Flughafen: Alkohol in Island ist extrem teuer (Staatsmonopol, Vínbúðin). Kaufe Bier, Wein und Spirituosen am Duty-Free-Shop bei der Ankunft in Keflavík — das spart 40–60% gegenüber Restaurantpreisen.
  • Städtische Thermalbäder: Laugardalslaug, Sundhöllin und andere öffentliche Bäder kosten nur 10–15€ und bieten dasselbe Hotpot-Erlebnis wie die teure Blaue Lagune — ohne die Selfie-Touristen.
  • Reykjavik City Card: Ab 42€ für 24 Stunden — freier Eintritt in die wichtigsten Museen, Thermalbäder, kostenloser Stadtbus und eine Fährfahrt zur Insel Viðey. Lohnt sich bei 2+ Museen und einem Bad.
  • Kostenlose Attraktionen: Hallgrímskirkja (Kirche, nicht der Turm), Harpa (Foyer und Architektur), Street Art, Tjörnin-See, Laugavegur-Bummel, Sun Voyager-Skulptur, Nordlichter.
  • Happy Hour: Fast jede Bar in Reykjavik hat eine Happy Hour (meist 15–18 Uhr oder 16–19 Uhr), bei der Bier und Cocktails 30–50% günstiger sind. Die App „Appy Hour" zeigt alle aktuellen Angebote.
  • Selbstfahrer statt Tour: Ein Mietwagen für den Golden Circle (ab 50€/Tag + Benzin) ist für 2+ Personen günstiger als eine organisierte Tour (60–90€ pro Person) und deutlich flexibler.
  • Camping im Sommer: Campingplätze ab 15–20€ pro Person. Die Reykjavik Campsite in Laugardalur liegt zentral und hat gute Einrichtungen.

War dieses Kapitel hilfreich?